Exponat 1.3 · Analyse
Deng Xiaoping war keiner der lauten Revolutionäre. Er schrieb keine Manifeste, hielt keine Massenreden. Er war Pragmatiker, einer der wenigen in der Geschichte der KPCh, der Ideologie offen dem Ergebnis unterordnete.
Dreimal verlor er die Macht unter Mao: 1933, 1966 und 1976. Dreimal kehrte er zurück. Sein Sohn wurde von Roten Garden aus einem Fenster geworfen und querschnittsgelähmt, dennoch ließ sich Deng nicht brechen. Nach Maos Tod 1976 ergriff er mit 74 Jahren seine letzte Chance.
Anders als Mao, der China durch ideologische Reinheit führen wollte, sah Deng die Wirtschaft als Mittel zur Macht. Er schickte Delegationen nach Europa, ließ sich von kapitalistischen Methoden inspirieren und nannte das trotzdem Sozialismus. Sein Erbe: ein China, das er 1978 kaum erkennbar verändert hat, mit Fragen, die bis heute offen sind.
Schlüsselmomente
Exponat 1.2 · Video
Von der Kulturrevolution bis zur Machtübernahme 1978.
Exponat 1.6 · Dokumentation · Financial Times
Die Financial Times analysiert Dengs historische Wie ein pragmatischer Revolutionär China zur Weltmacht machte und welche Widersprüche sein Modell bis heute prägen.
Es ist egal, ob die Katze schwarz oder weiß ist, solange sie Mäuse fängt, ist es eine gute Katze.
— Deng Xiaoping — ca. 1962 · Kernthese seiner pragmatischen Wirtschaftspolitik: Ideologie dem Ergebnis unterordnet
Exponat 1.4 · Fotografie
Deng Xiaoping als junger Mann, vor dem Hintergrund der chinesischen Flagge und der Moskauer Skyline. Seine frühen Jahre waren geprägt von Reisen, Ideologie und dem Kampf um Chinas Zukunft.
Exponat 1.5 · Fotografie
Deng Xiaoping am Rednerpult der Vereinten Nationen. Als einer der wenigen chinesischen Führer seiner Generation präsentierte er China aktiv auf der internationalen Bühne, ein Signal des Wandels.
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