Volksrepublik China · 1978 – 1997
邓小平的社会主义市场经济
Erfolgreiche Strategie zur Weltmacht — oder ein in sich widersprüchliches System, das seinen ökonomischen Erfolg auf Kosten sozialer Ungleichheit aufgebaut hat?
Ausstellung betretenEine digitale Ausstellung in vier Räumen — interaktiv, quellenbasiert, diskussionsorientiert.
Jeder Raum behandelt einen anderen Aspekt: Biografie, Wirtschaftsreformen, soziale Kosten und abschließende Diskussion. Navigiere frei zwischen den Räumen.
Im Biografie-Raum findest du einen klickbaren Zeitstrahl von 1904 bis 1997 — filtere nach Biografie, Politik, Wirtschaft oder globalem Kontext.
Fotos, Statistiken, Zitate und Analysen sind als Exponatskarten organisiert. Jede Karte hat eine Nummer und einen Typ — wie in einem echten Museum.
Teste nach dem Rundgang dein Wissen mit 10 Fragen. Du bekommst sofort Feedback und Erklärungen zu jeder Antwort.
Historischer Kontext
Als Deng Xiaoping 1978 die Macht übernahm, erbte er ein verarmtes, erschöpftes Land. Maos Kulturrevolution (1966–1976) hatte die Wirtschaft zerstört, Millionen Menschen in Lager und Armut getrieben, und eine ganze Intellektuellengeneration vernichtet.
Dengs Antwort war radikal und pragmatisch zugleich: die sozialistische Marktwirtschaft — ein System, das Marktmechanismen und Privatunternehmen zuließ, aber die politische Macht der Kommunistischen Partei unangetastet ließ.
Das Ergebnis war das größte Wirtschaftswunder der Menschheitsgeschichte. Gleichzeitig entstand ein in sich widersprüchliches System: wirtschaftliche Freiheit ohne politische Freiheit, Wohlstand neben struktureller Ungleichheit, Modernisierung durch Unterdrückung.
Diese Ausstellung fragt: War das ein Erfolgsmodell — oder ein System auf Pump?
1978 war China eine geschlossene Planwirtschaft. Dengs Reformen öffneten sie schrittweise: zuerst Landwirtschaft, dann Sonderwirtschaftszonen, dann den gesamten Industriesektor — mit explosivem Wachstum als Ergebnis.
Deng reformierte die Wirtschaft, nicht das politische System. Die KPCh behielt absolute Kontrolle über Medien, Justiz und Meinungsfreiheit. Das Tiananmen-Massaker 1989 markiert diese Grenze unübersehbar.
Während die UdSSR unter Gorbatschow mit politischer und wirtschaftlicher Öffnung scheiterte, wählte China den umgekehrten Weg. Das Modell wird heute weltweit als Alternative zur liberalen Demokratie diskutiert.